Kinderarmut in Österreich

In Österreich sind 1.201.000 Menschen (14,4% der Bevölkerung) armutsgefährdet. Das bedeutet, sie haben ein Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle von 1.161 Euro (60% des Median-Haushaltseinkommens). Für Mehrpersonenhaushalte erhöht sich der Betrag um rund 580 Euro pro Erwachsenen bzw. um 348 Euro pro Kind.

Ein Viertel der Armutsgefährdeten sind Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 19 Jahren: 408.000 Kinder und Jugendliche sind armutsgefährdet.  In Niederösterreich sind 166.000 Personen (11%) armutsgefährdet, darunter 45.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre.

Beinahe jedes 10. Kind lebt in einer Familie, die nicht in der Lage ist, auch nur einmal im Monat Freunde und Verwandte einladen zu können.

Das Armutsrisiko für Kinder steigt in kinderreichen Familien, bei Kindern mit allein erziehendem Elternteilen und bei Eltern mit Migrationshintergrund.

In der AHS haben 27% der Kinder Eltern, deren Einkommen unter 1.500 Euro liegt, in den Neuen Mittelschule sind es 45%.

Kinder aus einem sozial benachteiligten Elternhaus verunfallen bis zu 70% häufiger, sie ernähren sich ungesünder und bewegen sich weniger, woraus Zahnerkrankungen und Übergewicht folgen.

Quelle: EU-SILC und Institut für Bildungsforschung
Stand: März 2014/Juni 2015

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